Sonntag, 17. Mai 2015

Ein Wochenende in den Bergen

Unser Kleinster und ich sind an diesem Wochenende allein Zuhaus.

Mein Mann und die Großen sind mit Freunden auf dem Berg 
und bleiben über Nacht in einer Hütte.
Kochen und heizen kann man nur mit einem Holzherd.
Fließend Wasser gibt es nicht,
man muss es aus einem kleinen Seitenausguß der Kuhtränke ablassen. 
Diese steht aber nicht gleich neben der Hüttenwand, 
ein paar Meter muss man schon auf sich nehmen, um dorthin zu gelangen.




 Die Schlafräume bestehen aus zwei großen Stockbett-Matrazenlagern,
die kleine Speisekammer ist nur über ein paar Stufen zu erreichen
und die Küche mit dem Holzofen (der einzigen Heizgelegenheit) und einer kleinen Eckbank
passt in unseren Gemüsegarten und das Handy hat kein Netz.

Es ist herrlich.





Wir waren im letzten Sommer für drei Tage mit Freunden, 
insgesamt sechs Kindern und zwei Hunden dort (die Bilder stammen von diesen Tagen).
Der Aufstieg dauert etwas mehr als zwei Stunden und verlangt streckenweise schon so einiges,
aber endlich oben angekommen wird man für all die Mühen belohnt.



 
Das Panorama ist herrlich.
Die Glocken der Kühe, die sich frei bewegen dürfen 
und an einem Tag über das gesamte Plateau wandern, bimmeln in der Ferne
und egal welches Wetter herrscht (wir hatten beides, Regen und Sonne), 
man kann es sich unglaublich gemütlich machen.




Mein Mann spielte Gitarre,
und auf dem Holzofen kochte das Wasser für Kaffee und Tee.




Die Kinder spielten Brettspiele und dachten sich am Abend
ein hochdramatisches Theaterstück á la Van Helsing aus, 
das sie im Dunkeln nur im Licht
 der dramaturgisch passend eingesetzten Taschenlampen aufführten.

Es war grandios.




 Gekocht wurde über dem Feuer.
Ich habe noch nie, niemals eine so gute Nudelsuppe, 
so gute Kasspatzen (Käsespätzle) oder Brotzeit gegessen.



 
Als der Regen am nächsten Tag aufgehört hatte und die Sonne schien, 
veranstalteten die Kinder nach der Morgentoilette ein Wetttauchen in der Kuhtränke,
die von einer Quelle gespeist wird.
Wer kann am längsten aushalten?
Ich möchte dazusagen, dass das Wasser gefühlt kurz vor dem Gefrierpunkt steht.

Meine Tochter übernahm freiwillig das Zählen,
ich beschränkte mich aufs Fotografieren.





Das waren wirklich wirklich schöne Tage.

Diesesmal konnten unser Kleinster und ich leider nicht dabei sein,
daher ist es umso schöner gemeinsam mit euch in Erinnerungen zu schwelgen.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende 
und einen guten Start in die neue Woche.


PS. Danke für eure schönen Kommentare zu 
epipa ist Lieblingsblog.
Wir haben uns sehr gefreut.

Kommentare:

  1. ........so schöne Bilder, so liebe Beschreibungen, ich wäre am liebsten dabei gewesen!

    Liebe Grüsse traudel

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  2. Wow, tolle Bilder und ein super Erlebnisurlaub... Dazu sollte jeder mal in der Lage sein und dann wissen wir zu schätzen, wie schön die Natur ist und wie gut wir es in der Zivilisation haben...
    Lieber Gruß, Charly

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  3. Hachz, diese Bilder sind einfach wunderbar! Danke fürs Teilen!
    Heitere Grüsse Britta

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  4. Oh wieder so ein wundervoller Post - ich habe gleich mit geschwelgt;-))). Herzlichst Daniela

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  5. Das muss herrlich gewesen sein. Die Bilder sind wunderschön. Einfach Idylle pur.
    Schade dass ihr diesmal nicht dabei sein könnt.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  6. ... herrlich! Schön, dass du es mit uns teilst :O) lg, Raphaele

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  7. Da kommen auch bei mir die Erinnerungen... als Kind verbrachte ich die Sommerferien immer genau so, trotz der sehr vielen Arbeit, bei der ich natürlich auch mithelfen musste, war es einfach traumhaft. Besonders abends und am frühen Morgen...
    Eigentlich braucht der Mensch nicht viel zum glücklich sein!
    Liebe Grüsse
    Maria

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  8. Super schöne Eindrücke, man möchte direkt umschalten und dort sein. Liebe Grüße vom Niederrhein Gabi

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