Donnerstag, 26. November 2015

cozy knitting on a cold and rainy day


Der Blick aus dem Fenster zeigt Schneeflocken, die sich mit Regentropfen abwechseln.
Der Weg zum Hühnerstall ist windig, nasskalt und ich freue mich schon auf meinen heißen Tee.

Im Haus ist alles ruhig, der Hund schläft in seinem Korb und zeigt keinerlei Ehrgeiz, 
heute auch nur einen Schritt vor die Tür zu machen.
Die Katze ist vom nächtlichen Mäusefangen im Hühnerstall müde 
und kuschelt sich neben mir ein.




Mein Mann arbeitet in der Werkstatt, die Kinder sind in Schule und Kindergarten.
Ich lasse Abwasch Abwasch und Wäsche Wäsche sein
und genieße die schönen Seiten, die meine Arbeit mit sich bringt:

Ich höre Radio, sehe ab und an mal aus dem Fenster
und stricke für ein neues Projekt.

Wenn ich stricke, fallen mir immer tausend Dinge ein.
Was ich in diesem Monat noch machen möchte,
Projekte, Musterabfolgen, den Titel dieses wunderschönen Stücks, dass gerade im Radio läuft...
Ich halte alles in meinem Notizbüchlein fest.








Mit jedem Regentropfen, jeder Schneeflocke steigt meine Weihnachtsstimmung.
Heute Nachmittag werde ich meine alten Backbücher herausholen 
und mit den Kindern die ersten Plätzchen backen.

Was macht ihr, um dieses nasskalte Novemberwetter zu genießen?







Dienstag, 24. November 2015

Handmade Home

Der treue Leser weiß, wenn es auf diesem Blog ruhiger wird, 
arbeiten wir schon wieder auf Hochtouren.

Unser Thema heute:
Weihnachtsvorbereitungen der etwas anderen Art.




Mein Mann hat inzwischen seine Ausbildung zum Schreinermeister
erfolgreich zum Abschluss gebracht.
Er ist ab sofort also käuflich
(hihi wie lange freue ich mich schon darauf, diesen Satz zu sagen).

Für unser Büro beginnen wir nun mit den hausinternen Umzugs- und Umbauarbeiten:
Mein Studio wird geräumt und zieht in den Keller. 
epipa wird Kellerkind. 
Aber in schön.
Ich freu mich schon. 
Der Raum ist wesentlich größer, was dringend nötig ist,
um alle meine Garnvorräte adäquat und der Kreativität förderlich unterzubringen.
Das neue Studio ist aufgrund seiner Lage zwar nicht mehr ganz so gut ausgeleuchtet, 
aber mein privates Schreinermeister-Planungsbüro hat Lösungen parat. 
Das kriegen wir hin.

Bis es soweit ist, renovieren wir mein bisheriges Studio und 
bauen es zu unserem neuen gemeinsamen Büro aus.
Das Meisterstück meines Mannes war ein großzügiger Schreibtisch, 
den er spiegelverkehrt noch einmal baut, sodass wir gemeinsam arbeiten können. 
Ein Traum wird wahr.
 Bis dahin ist noch einiges zu tun.

Wie gut, dass wir Kinder haben, die Spaß an kreativer Freizeitgestaltung haben.
Der Laminat war in nullkommanix herausgerissen,
Bauschutt in den Container transportiert
und Schlitze für die Elektrik gestemmt.
Da braucht die Mutti eigentlich nur Kekse und Milch bereitstellen.








Was heute noch Baustelle ist, soll bis Weihnachten hoffentlich so aussehen.
(mit Tür zum Garten statt des Lochs in der Wand).


Präsentation auf der Ausstellung Meisterstücke 2015





Es grüßen euch
die Fünf von der Baustelle.


Freitag, 6. November 2015

kurzzeitig sprachlos


war ich vorgestern in der Zeitschriftenabteilung unseres Supermarktes.

Als mich vor einigen Wochen die PR-Agentin meines Verlags um Bildfreigabe
für eine Buchvorstellung in der Wohnen & Garten Landhaus anfragte,
dachte ich an die übliche hübsche kleine Anzeige in den Buch- oder Geschenktipps.

Ich sagte zu, freute mich, merkte mir das Datum im Kalender ein 
und hielt mit Mann und kleinstem Kind vorgestern auf dem Weg zu einem Termin 
für einen kurzen Obst-und-Gemüse-und-Zeitschrift-Zwischenstopp am örtlichen Einkaufszentrum.
Mann und Kind beschlossen, mit auszusteigen 
- nicht jeder teilt meine Liebe für Grünes -
und sich selbst etwas auszusuchen.




Wir waren dann mit der Auswahl auch schnell fertig,
was unter anderem daran gelegen haben mag, 
dass das Kleinste Kind einen kleinen, dafür nicht umso weniger lauten Trotzanfall 
in den Gängen zwischen Obst und Kasse, auf Höhe der Frühstücksmüslis, Marmeladen
und *hohoho* Schokonikoläuse bekam.
Es war ihm auch völlig gleichgültig,
dass der präferierte Lindt-Nikolaus doch "vom echten Nikolaus gebracht" wird.
Der Scholadennikolaus musste. jetzt. sein.
Leider hat unser Kleinster Eltern erwischt, die, 
wenn sich ein gerade 4jähriger brüllend auf dem Boden wälzt, 
nur ergeben seufzend die Augen verdrehen,
den Nikolaus zu seinen Kumpels ins Regal zurück stellen
und mit dem kleinen Trotzkobold unter den Arm geklemmt Dienst nach Vorschrift machen.
Sprich: Einkaufszettel.

Ein paar Schritte, Brüller, mitleidige Blicke anderer Einkäufer, Kicherer (weil inzwischen gekitzelt)
und "jetz mog i alleine laufen"s später
standen wir vor dem Zeitschriftenregal.
In der Auslage war das passende Hochglanz-Magazin auch schnell gefunden und
der kleine Kobold nun ein Engelchen, weil die KFZ-Magazine auf Augenhöhe sortiert waren.
Ich schlug die Titelseite auf, landete beim Inhaltsverzeichnis 
und hatte schon den ersten Herzhüpferer.




Ein Postkartengroßes Bild.
Aus meiner Kamera.
Ich weiß nicht, warum es dieses mal so besonders ist:
Ich habe diese und viele weitere Bilder selbst gemacht, 
sie unzählige Male in den Korrektur-pdfs vor Drucklegung gesichtet
und in meinem Buch gesehen.
Aber sie nun in einem Hochglanz Magazin, das ich selbst lese abgedruckt zu sehen, 
war schon etwas Besonderes.

Ich blätterte zur angebebenen Seite
und fand mich überraschend auf einer Doppelseite wieder.
Ich war von einer kleinen feinen Buchvorstellung ausgegangen, 
wie es sie schon häufiger für meine Bücher gab. 
Freudig überrascht las ich den Text
und suchte den Verweis auf Buch oder Autor... der nicht vorhanden war.
Leicht irritiert blätterte ich um,
hui, noch eine Doppelseite. 
Aber immer noch kein Vermerk?
Ich blätterte noch einmal um.
Wieder eine Doppelseite und der Hinweis auf das Buch.
Sechs Seiten. 
Drei Doppelseiten.
Das ist schon ein Erlebnis.





Ich stand wirklich kurz mit offenem Mund da.

Beinahe ungläubig blätterte ich mit im Bauch steigender Anzahl vorwinterlicher Schmetterlinge
vor und zurück und hielt anschließend meinem neben mir stehenden Mann die Zeitschrift hin.
Er sah auf die Seite und meinte "und wo steht jetzt das vom Buch?"
Ich "bladlst halt mal weiter"
(blättere einfach mal weiter)
Hinterher grinsten wir uns beide an wie frischverliebte Teenager,
während unser Kleinster seelig zu unseren Füßen Autos, Laster und Traktoren betrachtete.
 Ich hielt ihm mitten im Laden die Zeitschrift hin und sagte
"schau mal, weißt du, wer das ist?"
Ja klar.
"Des is meine großartige Schwester"
(er sagt nicht große Schwester sondern großartige) 
"und hier?"
"des bin i. Und i dua aufm Schlitten a Milli dringa und an Apfe essen"
(das bin ich. Und ich trinke auf dem Schlitten Milch und esse einen Apfel).





Sehr beschwingt gingen wir zur Kasse, zahlten, nahmen unseren Termin wahr und
zeigten unseren großartigen Kindern ihr großartiges Werk.
Meine Tochter wurde rot vor Stolz und mein Ältester als mein weltbester Fotoassistent
tat was Teenager kaum noch tun.
Er umarmte mich grinsend.
 Ach gott, wie schön.

Mann, war das ein toller Tag, dieser 04. November 2015.
Am Abend feierten mein Mann und ich diese wunderschöne Ausgabe
mit einem Gläschen Weißwein.




Alles Liebe für euch
eure sehr glückliche, stolze und noch immer dämlich grinsende
Sascia
von epipa

PS. Wieviele Trotzanfälle kann ein kleiner Knirps durchschnittlich 
im Monat prozentual zum Einkauf haben?
Und werden die Zahlen direkt proportional zum Weihnachtssortiment steigen?
Wir werden es herausfinden.