Mittwoch, 23. Dezember 2015

merry christmas, dies und das & photocrasher

Diesen Advent ist alles ein bisschen anders gelaufen, als in den Jahren zuvor.
Wir renovieren.
Das Haus gleicht zeitweise mehr einem Spielplatz für Bauarbeiter und Möbelpacker als einem Zuhause,
unser Kleinster war die letzten beiden Wochen mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit daheim
und als kleines Glühwürmchen hauptsächlich im Wohnzimmersessel anzutreffen.
Da steht natürlich alles.

Folglich fielen unsere Weihnachtseinkäufe und -vorbereitungen
in den letzten beiden Wochen praktisch aus.
Seit Anfang dieser Woche ist mein Mann wieder daheim verfügbar,
was unsere Vorbeitungen auf insgesamt drei Tage zusammenfasst.
Da beginnt man dann sportlich zu denken. 
Hat zur Abwechslung aber durchaus was für sich, das muss ich zugeben. 
 Wir dekorieren heuer eher puristisch.




Dazu steht heute unser traditioneller Weihnachtsputz an.
"Das Christkind braucht schließlich einen Platz an den es die Geschenke legen kann, Mama."
Ja wenn das so ist... sollten wir jeden Tag im Jahr Weihnachten feiern.
Meine Meinung.
 Bevor die Zeit nicht mehr reicht und ich meinen Noch-Arbeitsplatz in der Küche räumen mus,
möchte ich euch allen für das vergangene Jahr danken.
Für eure Besuche, eure Lesetreue, euer immerwährendes tolles Feedback,
dass mich immer wieder auf Neue pusht.
Danke für eure wunderbaren Rückmeldungen zu meinen Büchern -
das ist die beste Motivation für alles Weitere...thihihi.
Ich freue mich übrigens auch immer,
wenn ich eure Begeisterung auf Amazon lese, da wird es warm im Herz,
aber das nur am Rande.




Für das Neue Jahr ist wieder viel geplant 
und es steht einiges an (schöner) Arbeit auf dem Programm,
bei epipa, wie in unserem Zuhause.
Unser Haus wird ein paar neue schöne Ecken bekommen, die ich euch zeigen werde.
Ich möchte auf eure Fragen zum letzten Kommentar eingehen 
und euch "wie machst du das" in Sachen Garnlager beantworten.

Ich werde euch die Geschichte unserer neuen kleinen Familienmitglieder (ja es sind zwei) erzählen 
Pic´s below, named Photocrasher,
und die meiner neuen Lieblingsdinge für Arbeitsplatz, Studio, Heim und Herd.
Es ist nämlich so, dass ich mit einigen Anschaffungen gewartet habe, 
bis die Dinge einen würdigen Rahmen bekommen.
In Worten: 
Nach der Renovierung ist vor dem Warenkorb.




Im Neuen Jahr werde ich in einem Interview ein paar Kleinigkeiten 
aus dem Nähkästchen und Strickkörbchen plaudern
und wieder auf ganz viel Schnee hoffen ... tihihihi
Mehr sag´ ich dazu jetzt aber wirklich nicht mehr.




Für den Moment wünsche ich euch wunderschöne Weihnachten im Kreise eurer Lieben.
Habt schöne entspannte Feiertage.
Ich wünsche euch,
dass ihr sie genießen und entspannen könnt.



Heute Abend sind mein Mann und ich auf die letzte Weihnachtsfeier des Jahres eingeladen,
auf die ich mich schon sehr freue.
Wenn unsere beiden kleinen Photocrasher noch was davon übrig lassen,
werde ich vielleicht sogar den neuen phantastisch geschnittenen Paillettenrock tragen, 
den ich mir ausgesucht habe.
Ich bin ja wirklich nicht so die rosa Glitzerfee, aber der saß einfach perfekt.
Und er war kein Mini, wie sein goldenes Pendant.
Gold hätte mir zwar etwas besser gefallen, aber bei Minis muss man immer so aufpassen,
wie und was und so.
Nö nö.
Nicht hier und nicht heute.




Also.
Bevor ich mich jetzt von Pontius zu Pilatus verquatsch...
 
Alles Liebe für euch.
Habt es fein
habt es gut,
habt ein wunderbares besinnliches Weihnachtsfest und feiert schön.
Wir sehen uns frisch und munter im Neuen Jahr.

Liebe Grüße
eure Sascia
von epipa
 

photocredit: 
my daughter P., 10yrs



Donnerstag, 17. Dezember 2015

corners of my home {studio}


Mein vormaliger Raum wird zum gemeinsamen Büro umgebaut
und epipa zieht in den Keller.
 
Mit Hilfe von Freunden haben wir an einem Tag mein neues Studio entrümpelt, 
neu gestrichen und die Wollregale ein Stockwerk tiefer aufgestellt.
Meine Garne sind also wieder griffbereit.
Auch einen wunderschönen neuen Nähtisch habe ich von meinem Mann bekommen.
Die Platte war praktisch "über".
Im Rahmen einer Fortbildung hat er sie in vielen Stunden von Hand
mit mehreren Schichten Schellack eingelassen.
Schellack ist ein Naturstoff, wenn man es richtig macht, als fertige Oberfläche hochglänzend
und wunderbar weich in der Haptik.
Leider auch recht stoß- und kratzempfindlich, weshalb wir beschlossen, 
ihn lieber nicht als neuen Esstisch zu verwenden.
Es stellte sich also die Frage wohin mit dem guten Stück.
Just in dieser Zeit planten wir bereits die innerhäuslichen Umzüge - et voilá.
So komme ich also in den Genuss eines wirklich exquisiten Nähtisches.





Mein absolutes Lieblingsstück ist neben Tisch und Nähmaschinen 
aber mein wunderschönes neues Retro Radio.
Bei der Arbeit höre ich gern Musik und hatte darum in meinem alten Studio 
einen kleinen Radiowecker, der auch ganz süß war und seinen Zweck voll und ganz erfüllte.
Aber seien wir mal ehrlich.
Schön war das nicht.
Das einzig Positive an diesem Radio war,
dass es sich so gut verstecken ließ.




Als ich für unser gemeinsames Büro die Weiten des Internets
nach einem Radio mit besserer Klangqualität durchsuchte,
  hatte ich schließlich ein paar in der engeren Auswahl.
Letztlich fiel die Wahl auf das kleine weiße von Dual.
Als es geliefert wurde, war unser Büro noch nicht fertig, mein Studio in Teilen aber schon
und so probierte ich es in meinem eigenen Raum aus.
Und was soll ich sagen...
es will da einfach nicht wieder raus. :o).

Wir wollten dann mal nicht so sein und so darf es bleiben wo es ist.
Es ist ja immerhin bald Weihnachten
(gut, dass mir dieses Argument gerade noch rechtzeitig eingefallen ist).
Das Büro bekommt zu gegebener Zeit sein eigenes.

Toll finde ich wirklich, dass es inzwischen eine so große Auswahl an Retro Radios gibt.   
Für unser Büro überlege ich noch zwischen dem Auna Charleston oder TechniSat Classic,
oder doch noch einmal das Dual?
Für Bad und Küche fände ich den süßen kleinen Weltempfänger 
von oneConcept in Holzoptik oder aber creme sehr hübsch.
Es gibt sie in verschiedenen Farben.
Meine Tochter hat schon Interesse an dem kleinen roten angemeldet
und unser Ältester findet das schwarze sehr chic.





2. TechniSat DigitRadio Classic
3. Auna Charleston Retro-Radio
4. oneConcept NR-12 Nostalgie Radio Creme



Ich will aber nicht nur in meinem Studio sitzen und Musik hören,
es soll ja auch was getan werden da unten.
Darum stehen neben dem Radio auch meine Nähmaschinen auf dem Tisch
und liegt die Wolle in den Regalfächern.




Ich bin meinem Mann beinahe täglich auf Knien dankbar,
dass er eines Tages mein Fummeln, Fluchen und Auftrennen nicht mehr mit ansehen konnte
und kurzerhand entschied
"Des is dei Arbeit - oiso brauchst a a gscheide Maschin."
(Das ist deine Arbeit, also brauchst du auch eine vernünftige Maschine.)
und mich in den nächsten Pfaff-Store schleifte.
Normalerweise läuft die Rollenverteilung ja umgekehrt, nicht wahr?

Dort ließ er uns ein paar Maschinen zeigen,
beim ersten Probenäher war ich verloren und so fanden meine Pfaff expression
und ich vor ein paar Jahren zusammen und hat sich jeden Tag bewährt.
Allein der IDT-Transport... *hach*
Die Coverlock folgte zwei paar Jahre später nach demselben Prinzip.
"Du brauchst a gscheide Maschin."
Hinschleif, sitzen, nähen, kaufen, freuen.
Der Handwerker weiß halt, wovon er spricht.

Und ganz ehrlich, ich brauche nur noch die Hälfte Zeit.
Und weit weniger Stoff, weil sich nicht immer wieder die Maschine frisst
und Löcher hineinreißt und sowas.





Im Moment sind die Stoffe noch eingelagert - ich bekomme noch "gscheide Regale"
und dann gehts wieder los.
Über den Winter arbeite ich ohnehin mit Wolle und Stricknadeln.
Ich hoffe, wie letztes Jahr auch,
wieder auf viel schönen märchenhaften Schnee und eisige Tage.

Bis dahin sitze ich in meinem neuen Refugium, hör Musik und freu mich einfach.




Alles Liebe,
eure epipa

***

Nähmaschinen: Pfaff (expression 4.0, coverlock 4.0), vorvergangene Modelle
Tisch: mein Mann
Stuhl: ausm Keller
Schaffell, Regale: Ikea
Radio: hier
Stifteköcher: Blumentopf Rainfall von Bloomingville hier 
Garne: pflanzengefärbte Schurwolle, Merino von Lana Grossa und Rico Design


Montag, 14. Dezember 2015

good morning


Hinter uns liegen zwei sehr intensive Wochen,
das Haus, einige Räume, befinden sich mehr und mehr in der Metamorphose
von Raupe zu Schmetterling,
genieße ich heute die frühmorgendliche Stimmung, bevor es wieder weiter geht.

Unser morgendlicher Weg führt uns momentan täglich 
durch Nebelschwaden und traumhafte Sonnenaufgänge.
Seit Tagen nehme ich mir vor, das einmal zu fotografieren.









Ich liebe Rauhreif.

Wenn Zweige und Gräser von winzig kleinen Eiskristallen überzogen sind, 
sieht doch gleich alles viel winterlicher und märchenhafter aus. 
Das ist genau die Einstimmung die ich gerade brauche.
Auch die Geräusche so früh am morgen sind in dieser Eiseskälte anders.
Bis auf meine Schritte und den Auslöser der Kamera ist nichts zu hören.
Es ist so unglaublich still.

Diese Ruhe genieße ich heute sehr und finde langsam in den Tag hinein.
Da ich wirklich kein Morgenmensch bin und heute eher der Bilder wegen 
so früh schon in der Natur herumgeistere,
freue ich mich über das Geschenk dieses Spaziergangs,
das ich mir selbst gemacht habe.
Normalerweise brauche ich erst einen Kaffee, um mich dem Tag zu stellen.

Mit rot gefrorenen Fingern steige ich wieder ins Auto 
und freue mich schon auf den dampfenden Kaffee aus meiner neuen Lieblingstasse.
Noch ein bisschen allmorgendliche Chaosbeseitigung Hausarbeit und 
dann setze ich mich an meine Arbeit.




Seit einer Woche unter etwas erschwerten Bedingungen :o).




Habt einen schönen Start in die neue Woche.

Eure epipa

Donnerstag, 26. November 2015

cozy knitting on a cold and rainy day


Der Blick aus dem Fenster zeigt Schneeflocken, die sich mit Regentropfen abwechseln.
Der Weg zum Hühnerstall ist windig, nasskalt und ich freue mich schon auf meinen heißen Tee.

Im Haus ist alles ruhig, der Hund schläft in seinem Korb und zeigt keinerlei Ehrgeiz, 
heute auch nur einen Schritt vor die Tür zu machen.
Die Katze ist vom nächtlichen Mäusefangen im Hühnerstall müde 
und kuschelt sich neben mir ein.




Mein Mann arbeitet in der Werkstatt, die Kinder sind in Schule und Kindergarten.
Ich lasse Abwasch Abwasch und Wäsche Wäsche sein
und genieße die schönen Seiten, die meine Arbeit mit sich bringt:

Ich höre Radio, sehe ab und an mal aus dem Fenster
und stricke für ein neues Projekt.

Wenn ich stricke, fallen mir immer tausend Dinge ein.
Was ich in diesem Monat noch machen möchte,
Projekte, Musterabfolgen, den Titel dieses wunderschönen Stücks, dass gerade im Radio läuft...
Ich halte alles in meinem Notizbüchlein fest.








Mit jedem Regentropfen, jeder Schneeflocke steigt meine Weihnachtsstimmung.
Heute Nachmittag werde ich meine alten Backbücher herausholen 
und mit den Kindern die ersten Plätzchen backen.

Was macht ihr, um dieses nasskalte Novemberwetter zu genießen?







Dienstag, 24. November 2015

Handmade Home

Der treue Leser weiß, wenn es auf diesem Blog ruhiger wird, 
arbeiten wir schon wieder auf Hochtouren.

Unser Thema heute:
Weihnachtsvorbereitungen der etwas anderen Art.




Mein Mann hat inzwischen seine Ausbildung zum Schreinermeister
erfolgreich zum Abschluss gebracht.
Er ist ab sofort also käuflich
(hihi wie lange freue ich mich schon darauf, diesen Satz zu sagen).

Für unser Büro beginnen wir nun mit den hausinternen Umzugs- und Umbauarbeiten:
Mein Studio wird geräumt und zieht in den Keller. 
epipa wird Kellerkind. 
Aber in schön.
Ich freu mich schon. 
Der Raum ist wesentlich größer, was dringend nötig ist,
um alle meine Garnvorräte adäquat und der Kreativität förderlich unterzubringen.
Das neue Studio ist aufgrund seiner Lage zwar nicht mehr ganz so gut ausgeleuchtet, 
aber mein privates Schreinermeister-Planungsbüro hat Lösungen parat. 
Das kriegen wir hin.

Bis es soweit ist, renovieren wir mein bisheriges Studio und 
bauen es zu unserem neuen gemeinsamen Büro aus.
Das Meisterstück meines Mannes war ein großzügiger Schreibtisch, 
den er spiegelverkehrt noch einmal baut, sodass wir gemeinsam arbeiten können. 
Ein Traum wird wahr.
 Bis dahin ist noch einiges zu tun.

Wie gut, dass wir Kinder haben, die Spaß an kreativer Freizeitgestaltung haben.
Der Laminat war in nullkommanix herausgerissen,
Bauschutt in den Container transportiert
und Schlitze für die Elektrik gestemmt.
Da braucht die Mutti eigentlich nur Kekse und Milch bereitstellen.








Was heute noch Baustelle ist, soll bis Weihnachten hoffentlich so aussehen.
(mit Tür zum Garten statt des Lochs in der Wand).


Präsentation auf der Ausstellung Meisterstücke 2015





Es grüßen euch
die Fünf von der Baustelle.


Freitag, 6. November 2015

kurzzeitig sprachlos


war ich vorgestern in der Zeitschriftenabteilung unseres Supermarktes.

Als mich vor einigen Wochen die PR-Agentin meines Verlags um Bildfreigabe
für eine Buchvorstellung in der Wohnen & Garten Landhaus anfragte,
dachte ich an die übliche hübsche kleine Anzeige in den Buch- oder Geschenktipps.

Ich sagte zu, freute mich, merkte mir das Datum im Kalender ein 
und hielt mit Mann und kleinstem Kind vorgestern auf dem Weg zu einem Termin 
für einen kurzen Obst-und-Gemüse-und-Zeitschrift-Zwischenstopp am örtlichen Einkaufszentrum.
Mann und Kind beschlossen, mit auszusteigen 
- nicht jeder teilt meine Liebe für Grünes -
und sich selbst etwas auszusuchen.




Wir waren dann mit der Auswahl auch schnell fertig,
was unter anderem daran gelegen haben mag, 
dass das Kleinste Kind einen kleinen, dafür nicht umso weniger lauten Trotzanfall 
in den Gängen zwischen Obst und Kasse, auf Höhe der Frühstücksmüslis, Marmeladen
und *hohoho* Schokonikoläuse bekam.
Es war ihm auch völlig gleichgültig,
dass der präferierte Lindt-Nikolaus doch "vom echten Nikolaus gebracht" wird.
Der Scholadennikolaus musste. jetzt. sein.
Leider hat unser Kleinster Eltern erwischt, die, 
wenn sich ein gerade 4jähriger brüllend auf dem Boden wälzt, 
nur ergeben seufzend die Augen verdrehen,
den Nikolaus zu seinen Kumpels ins Regal zurück stellen
und mit dem kleinen Trotzkobold unter den Arm geklemmt Dienst nach Vorschrift machen.
Sprich: Einkaufszettel.

Ein paar Schritte, Brüller, mitleidige Blicke anderer Einkäufer, Kicherer (weil inzwischen gekitzelt)
und "jetz mog i alleine laufen"s später
standen wir vor dem Zeitschriftenregal.
In der Auslage war das passende Hochglanz-Magazin auch schnell gefunden und
der kleine Kobold nun ein Engelchen, weil die KFZ-Magazine auf Augenhöhe sortiert waren.
Ich schlug die Titelseite auf, landete beim Inhaltsverzeichnis 
und hatte schon den ersten Herzhüpferer.




Ein Postkartengroßes Bild.
Aus meiner Kamera.
Ich weiß nicht, warum es dieses mal so besonders ist:
Ich habe diese und viele weitere Bilder selbst gemacht, 
sie unzählige Male in den Korrektur-pdfs vor Drucklegung gesichtet
und in meinem Buch gesehen.
Aber sie nun in einem Hochglanz Magazin, das ich selbst lese abgedruckt zu sehen, 
war schon etwas Besonderes.

Ich blätterte zur angebebenen Seite
und fand mich überraschend auf einer Doppelseite wieder.
Ich war von einer kleinen feinen Buchvorstellung ausgegangen, 
wie es sie schon häufiger für meine Bücher gab. 
Freudig überrascht las ich den Text
und suchte den Verweis auf Buch oder Autor... der nicht vorhanden war.
Leicht irritiert blätterte ich um,
hui, noch eine Doppelseite. 
Aber immer noch kein Vermerk?
Ich blätterte noch einmal um.
Wieder eine Doppelseite und der Hinweis auf das Buch.
Sechs Seiten. 
Drei Doppelseiten.
Das ist schon ein Erlebnis.





Ich stand wirklich kurz mit offenem Mund da.

Beinahe ungläubig blätterte ich mit im Bauch steigender Anzahl vorwinterlicher Schmetterlinge
vor und zurück und hielt anschließend meinem neben mir stehenden Mann die Zeitschrift hin.
Er sah auf die Seite und meinte "und wo steht jetzt das vom Buch?"
Ich "bladlst halt mal weiter"
(blättere einfach mal weiter)
Hinterher grinsten wir uns beide an wie frischverliebte Teenager,
während unser Kleinster seelig zu unseren Füßen Autos, Laster und Traktoren betrachtete.
 Ich hielt ihm mitten im Laden die Zeitschrift hin und sagte
"schau mal, weißt du, wer das ist?"
Ja klar.
"Des is meine großartige Schwester"
(er sagt nicht große Schwester sondern großartige) 
"und hier?"
"des bin i. Und i dua aufm Schlitten a Milli dringa und an Apfe essen"
(das bin ich. Und ich trinke auf dem Schlitten Milch und esse einen Apfel).





Sehr beschwingt gingen wir zur Kasse, zahlten, nahmen unseren Termin wahr und
zeigten unseren großartigen Kindern ihr großartiges Werk.
Meine Tochter wurde rot vor Stolz und mein Ältester als mein weltbester Fotoassistent
tat was Teenager kaum noch tun.
Er umarmte mich grinsend.
 Ach gott, wie schön.

Mann, war das ein toller Tag, dieser 04. November 2015.
Am Abend feierten mein Mann und ich diese wunderschöne Ausgabe
mit einem Gläschen Weißwein.




Alles Liebe für euch
eure sehr glückliche, stolze und noch immer dämlich grinsende
Sascia
von epipa

PS. Wieviele Trotzanfälle kann ein kleiner Knirps durchschnittlich 
im Monat prozentual zum Einkauf haben?
Und werden die Zahlen direkt proportional zum Weihnachtssortiment steigen?
Wir werden es herausfinden.


Montag, 26. Oktober 2015

Hallo November!, Anleitung for free + Gewinner

Es wird Herbst (für alle, die es noch nicht bemerkt haben sollten).
Allüberall färben sich die Blätter an den Bäumen und bilden die schönsten
raschelnden goldgelben Teppiche, die man sich denken kann.
Ich liebe den Herbst mit seinen Farben und seinen Stimmungen.
Sogar so sehr, dass ich dafür vor einiger Zeit ein eigenes Bord bei Pinterest eingerichtet habe.

Aber nicht nur die Blätter schillern in den schönsten Farben, nein,
der Herbst bringt auch die buntesten Viren und Bakterien hervor,
 die man sich nur denken kann.
Vor allem im Kindergarten. 
Und einen gibt es immer, der "hier" ruft.

Bisher konnte ich mich schön drumherum drücken, doch
diesesmal war ich mit der Kindergartengrippe an der Reihe.

Während unser Jüngster einfach mit Husten ein paar Tage daheim blieb, 
zog es mir für etwas mehr als eine Woche die Beine weg.
Das fand ich nun natürlich %&@!! ungünstig, 
immerhin hatte ich eine Verlosung gestartet, deren Gewinner gezogen werden wollten.
Nein. Nada.
Nix zu machen.

Nach ein paar Tagen Siechtum kämpfte ich mich aus dem Bett
und anschließend mit dem Kreislauf.
Eine Stunde am Küchentisch, mehr hängend als sitzend und die Millionste Tasse Tee später
(ich kann momentan keinen Kräuter-/Salbei-/Kamillen-was auch immer Tee mehr sehen.
Nein. Echt nicht.)
  wankte ich wieder ins Bett und arbeitete weiter an meiner Rekonvaleszenz.

  Sehr verehrtes Publikum,
Sie sehen, bei epipa ist alles live.
Hier wird nichts vorproduziert,
epipa schreibt aus dem echten wahren Leben.
 Tja... oder eben ein paar Tage lang auch nicht.

 Aber jetzt.

Vor meiner Taschentuch-/Hustenparty hatte ich glücklicherweise noch Gelegenheit,
unsere neue Triangle-Herbstmütze Hallo November! zu fotografieren.
Auf dieses Shooting freute ich mich schon seit einer ganzen Weile.





 In dieser wunderschön golden gefärbten Allee möchte ich seit Jahren fotografieren.
Es gilt, genau das Zeitfenster zu erwischen, in dem die Blätter schon den Boden bedecken, 
aber auch noch ausreichend an den Ästen hängen,
um genau den Hintergrund zu erhalten,
den ich mir wünsche.
Bisher kam immer irgendetwas dazwischen.
Mal machte Regen ein schönes Bild unmöglich,
mal kostete eine stürmische Nacht allen Bäumen einen Großteil der Blätter, 
dann wiederum war die Stadtverwaltung mit dem Abtransport des Laubes schneller als ich 
mit der Fertigstellung des Projektes...

Manchmal muss man einfach warten (können). 




Bis der Herbst in diesem Jahr auf dem Punkt war, begann ich schon einmal mit der Arbeit.
Ausschnitte davon zeigte ich bereits hier.

Für unsere Herbstmütze entschied ich mich für Farben
die mit der Leuchtkraft des Herbstes konkurrieren können, ohne aufdringlich zu sein.
Die gewünschten Garne lagen schon seit längerem in meinem Fundus,

 weil ich dazu neige, immer mal hier mal da ein Knäuel mitzunehmen, wenn es mir gefällt,
weshalb die Mütze aus Wolle von verschiedenen Herstellern gestrickt ist.

Damit ihr nicht lange suchen müsst, habe ich für euch diese Garne heraus gesucht,
oder passende Alternativen gefunden. 



  1. steingrau meliert hier, Alternative hier
  2. camel
  3. neon pink  
  4. Alternativ pink
  5. Alternativ beere
  6. Kunstfell Pompon
 
Die Anleitung für Hallo November! gibts hier zum download for free.

       Skills:
  • In Runden stricken
  • Fair Isle Technik




Ich mag diese Mütze.
Inzwischen hat sie ihre ersten stürmischen Einsätze bei Wind und Wetter gemeistert.

Ursprünglich war unsere neue Triangle-Herbstmütze für meine Tochter gedacht.
Da ich aber, seit sie vor zwei, drei Jahren meine herzallerliebste, mir am besten zu Gesicht stehende Lieblingsmütze in der Schule oder dem Schulbus oder der Turnhalle oder wo auch immer
(das ließ sich im Nachhinein nicht mehr genau rekonstruieren)
verloren oder verlegt oder vergessen hat,
bin ich seither ohne "meine" Mütze.
Nein, wirklich, da bin ich treu.

Doch als ich, gerade als das Shooting hinter uns lag,
an einem Regentag mit dem Hund raus musste griff ich nach der neuen Herbstmütze.
Sie passt wie für mich gestrickt
(da sieht man mal wieder, wie schnell die Kinder groß werden, oh, mei).
Mein Mann kam um die Ecke, sah mich mit Neon-Triangles und Fellpuschel und meinte:
"Des schaugt fei guat aus, so jung und frisch"
"Die steht dir aber. Sieht so jung und frisch aus."
Ich überlege seither ernsthaft, die Mütze vierundzwanzig Stunden am Tag zu tragen.

 R.I.P. 
alte Lieblingsmütze
möge es dir gut gehen, 
wo auch immer du bist.

Ich bin sicher, sie gönnt mir eine zweite Liebe.

Euch wünsche ich eine ebenso alte, wie neue Liebe und viel Freude am Nachstricken.

Liebe Grüße für euch
 eure epipa




***

So und jetzt zu einem weiteren schönen Ereignis.
Die Ziehung der Gewinner der Verlosung meines neuen Buches.


 


Gewonnen haben:

Tini  von  Haus Nummer Dreizehn
Kjole Pynt von Seidenfein 
Elke von Botin in der Früh


Und weil hier soviele mitgemacht haben und so viele nette Kommentare hinterlassen haben,
(es war wirklich schön, jeden einzelnen von euch etwas näher kennen zu lernen)
haben wir uns entschlossen,
zwei weitere Gewinner zu generieren.

Die beiden extra verlosten Bücher haben gewonnen 


Tatjana von Resis Weiße Welt
Katrin von Gute Stube
 

Bitte schreibt mir eine email mit eurer Adresse,
damit sich die Bücher auf den Weg machen können.