Montag, 25. November 2013

Die Liebe zum Buch


Heute möchte ich euch in unsere Welt der Bücher entführen:

Ich liebe Bücher und ich liebe Sprachen.

Bereits als ganz kleines Mädchen habe ich eine Leidenschaft dafür entwickelt, 
die mich bis heute nicht losgelassen und dazu geführt hat,
dass ich nahezu meine gesamte Kindheit und Jugend in fremden Welten verbracht habe.



Die Liebe zum Buch (oder das Interesse daran) versuchen wir 
auch an unsere Kinder weiterzugeben.
Wir sind ja nun schon seit einer ganzen Weile Eltern
und so hat sich über die Jahre
eine beachtliche Anzahl an Büchern (das Bild zeigt einen Bruchteil) angesammelt,
ob nun als Geschenk, regulär oder auf Flohmärkten gekauft.
Unseren Stapel an Pixi-Büchern beispielsweise kann kein Mensch mehr zählen.

Am liebsten würde ich ja eine eigene kleine Hausbibliothek einrichten.
Mit Ohrensessel, knisterndem Feuer im Kamin, meterhohen Bücherregalen und schweren Vorhängen.
Solange wir aber noch nicht über den dafür benötigten Landsitz nebst Butler verfügen,
der uns abends um zehn Uhr noch ein Glas Sherry serviert,
weichen wir auf die Stadtbücherei aus.

Meine über Jahre aufgebaute und generalstabsmäßig geplante Taktik,
gegründet auf gemeinsames Anschauen und Vorlesen von Bilderbüchern,
den vielen regelmäßigen Buchladen- oder Büchereibesuchen
bis hin zum heutigen gemeinsamen Lesen von gerade aktuellen Büchern, 
(damit ich auch mitkomme, wenn sie mir was erzählen)
hat sich ausgezahlt.
Die Kinder lesen richtig gern.

...oder es ist schlicht Erbschaden 
und ich bin pädagogisch gar nicht so sehr firm.
Quasi Heimspiel.
 
 So.
Und wie finde ich jetzt die Überleitung vom Heimspiel zu Weihnachten?
 Das kommt davon, wenn man über seine Vorlieben spricht.
Man verzettelt sich.
Und jetzt will mir nichts Sinnvolles einfallen.
Dann also ohne elegante Überleitung:
 
 Wie jedes Jahr wird es auch in diesem Jahr
wieder ein paar Bücher unter dem Christbaum geben.




Für das Kleinste Kind habe ich zwei Klassiker ausgewählt.
Pride and Prejudice und Jane Eyre sind 1,2,3-Zählbücher für Kleinkinder,
die äusserst charmant und humorvoll gestaltet sind.
Da kann man so ganz nebenbei auch gleich ein bisschen Weltliteratur vermitteln.
Für die Großen gibt es Grimm´s Fairy Tales.
Das Märchenbuch ist wunderschön illustriert, was mir sehr wichtig ist
und hat sogar ein Lesebändchen.
Da beide Kinder in der Schule schon Englisch haben und es mögen
(wahrscheinlich ein weiterer Erbschaden)
dachte ich mir, dass es ihnen bestimmt gefällt, wenn wir gemeinsam bereits bekannte Geschichten
in englisch lesen und miteinander übersetzen.







Hier seht ihr zwei kleine Schätze von 1954 und 1974
aus meiner Sammlung alter Bücher.

Als wir noch Kinder waren, bekamen wir von Bekannten unserer Eltern
diese beiden Little Golden Books geschenkt,
die ich immer gern durchgeblättert habe.
Da, wie gesagt, englisch gerade ein Thema bei uns ist,
holen auch unsere Kinder diese Bücher immer wieder gern hervor.
"Donald Ducks Toy Sailboat" muss ich ihnen zwar noch übersetzen,
aber das zweite Buch "Words" (ein bebildertes Wörterbuch) sehen sie sich auch gern allein durch.

Hier könnt ihr sogar online in die Ausgabe von 1948 hineinblättern.
(Klick auf Golden Books: Words.)


 

Das Buch, das unser Kleinstes Kind gerade durchblättert, ist sein absolutes Lieblingsbuch.
Wir mussten es schon dreimal in der Bücherei ausleihen.
"Meine große kleine Welt" ist ein richtig dickes Bilderbuch mit ganz besonderem Charme.
Es ist eines meiner Favoriten beim Vorlesen,
gerade auch, weil es kein Bilderbuch im herkömmlichen Sinn ist.




Damit bin ich für heute am Ende mit meiner kleinen Führung durch unsere Lesewelten.
Ich hoffe, es hat euch ebensoviel Spaß gemacht wie mir.

Welche Lieblingsbücher stehen denn bei euch im Kinderzimmer?



Freitag, 22. November 2013

the first christmas sweets oder wie man sich den Psychiater spart

In der Klasse meines Ältesten gehen seit einer Woche die Weihnachtstoffees herum.
Einer der Jungen hat damit begonnen, und sie in der Klasse verteilt.
Die "boah Mama, sooooo lecker!" waren.
Zwei Tage später brachte der nächste Junge einen Schwung davon mit,
am übernächsten Tag noch einer und der lieferte auch gleich das handgeschriebene Rezept dazu.
"Mama die sind soooo gut, kannst du die auch machen?" 

Nun was soll ich da sagen?
Dann beginnt bei uns Weihnachten eben schon im November.
Man möchte ja niemanden unglücklich machen.
Nicht, das die lieben Kleinen eines Tages beim Psychiater auf der Couch liegen
und der findet dann heraus, dass sämtliche Weihnachtsphobien rein daher kommen, 
weil ich damals, im November 2013, keine Weihachtstoffees gemacht habe.

Gott bewahre!

Allerdings hatte ich nicht alle benötigten Zutaten im Haus
und musste ein bisschen improvisieren.




So hab ichs gemacht:
____________________

250g Zucker
1/4 l Sahne
2 Päckchen  Vanillinzucker
ordentlich Zimt
(eigentlich stand da eine Prise, aber ich war durch das Kleinste Kind kurzzeitig abgelenkt und hab aus dem Vollen, ...)
20g Butter
____________________

Zuallererst eine Auflaufform mit Backpapier auskleiden.

Anschließend alle Zutaten bis auf die Butter (!) in einem Topf unter ständigem Rühren aufkochen
und bei etwas niedrigerer Temperatur köcheln lassen, dabei immer rühren rühren rühren,
bis sich irgendwann (ca. 15 - 20 min.) die reduzierte Masse vom Topfboden löst.

Dann sofort vom Herd nehmen, Butter einrühren und in die Auflaufform gießen und erkalten lassen.
Kurz bevor die Masse ganz erstarrt ist, mitsamt dem Backpapier aus der Form nehmen
und in ca. 2 x 2 cm große Stückchen schneiden.

Kühl aufbewahren.




Für die Verpackung habe ich ein paar der Toffees in Butterbrotpapier eingeschlagen.
Das Papier gibt es auf der Rolle zu kaufen.
Ich habe einfach kleine Quadrate herausgeschnitten und sie darin eingewickelt.
Das hat so einen herrlich nostalgischen Touch
 und sie bleiben nicht aneinander kleben.




Und wieder hat Mutti ein Kind glücklich gemacht.



Herzliche Grüße
und ein schönes Wochenende
euch da draußen




Dienstag, 19. November 2013

Da bin ich wieder!

Seit zwei Wochen bin ich wieder daheim.
Mein kleiner Kurztrip war wunderschön und voll von lukullischen Genüssen.
Ich habe wundervoll gegessen, zB. griechisch, türkisch und Wild: Rehrücken und Rehrücken Carpaccio, fangfrischen Fisch...

Ganz verwöhnt daheim angekommen war ich auch sofort bereit, 
dem während meiner Abwesenheit begonnenen November und seinen Gartenpflichten nachzukommen.
In den letzten spätherbstlichen Tagen (ein Hoch auf den alpenländischen Fön!)
haben wir gejätet, umgegraben, die Rosen eingepackt
und auch sonst alles winterfest gemacht.

Aus einer Laune heraus haben wir noch kurzfristig beschlossen, unsere Hühnerschar zu vergrößern.
Schwuppdi wuppdi hatten wir am nächsten Tag vier neue Hühner im Auslauf.
Unsere ersten fünf sind allesamt ruhige Rassen mit ebenso ruhiger Legeleistung.

Da ich weiß, dass es die eine oder andere Leserin interessiert:
Wir haben bisher je eine weiße Sussex, Königsberger, Bovan, Braune und Sperber.
Bei unseren neuen haben wir uns für Weiße Leghorn entschieden,
die seit anno dunnemal auf Legeleistung gezüchtet sind und die täglich legen.
Insgesamt haben wir also neun Hennen.

Die Neuen sind deutlich schlanker und eleganter als unsere bisherigen behäbigeren Flauschhennen.
Ich muss immer an Ballerinen denken, wenn ich sie sehe.
Der Kamm gleicht einer koketten Frisur, er fällt perfekt gestylt nach rechts oder links,
der Schwanz erinnert an das Tutu, sie sind unglaublich wendig und immer ein bisschen hibbelig.
Den Auslauf hatten wir vorher noch professionell umzäunt, da unsere Sussex
eine ganz besondere Vorliebe für Ausflüge in Nachbars Garten entwickelt hatte.

Unsere letzten beiden Wochen sahen demnach und sobald es das Wetter zuließ, so aus:











Ganz herzlich danken möchte ich euch für eure lieben Wünsche zu meinem Kurzurlaub.
Ich habe sie mir zu Herzen genommen, die Zeit genossen und mich zu meinem Mann beglückwünscht,
der mir diese paar Tage ermöglicht hat.

Ach ja, ich möchte eure Fragen noch beantworten:
Ich bin in die Gegend in und um Lübeck herum gefahren,
habe eine wunderbare Stadtführung geschenkt bekommen, 
bin, wie bereits erwähnt, täglich kulinarisch verwöhnt worden,
in einem Jagdrevier herumgestiefelt, 
habe ein paar vom Schwarzwild aufgebrochene Grasnarben platt getreten,
Weizen und Kastanien für die Schweine, Fasane, Rehe etc. verteilt,
 auf diversen Ansitzen nach dem Rechten gesehen (;o))
und habe gelesen, gelesen, gelesen.

Die Frage nach meiner Lektüre möchte ich noch gern beantworten:
Ich habe, um mitreden zu können, die Saga der Warrior Cats meiner beiden Großen begonnen
(ich bin jetzt bei Staffel I, Band III)
und habe zusätzlich die ersten beiden Bände der Tribute von Panem verschlungen.
Beides kann ich sehr empfehlen, wenn man etwas Spannung und Fantasy mag.
 
  
Dies war vorraussichtlich mein letzter unweihnachtlichter Post.
Wir stimmen uns langsam auf die Adventszeit ein.
Ich freu mich, sie mit euch teilen zu können.
Herzliche Grüße
und bis bald!