Freitag, 26. Juli 2013

love colour

Ich häkle gerade in sommerlich fröhlich-frischen Farben vor mich hin,
als mein Sohn mir sein fertiges Handarbeitsprojekt aus der Schule zeigt.

Es ist ein Ku-irgendwas.
Er hat es mir dreimal gesagt, aber ich habe schon wieder vergessen,
wie man das nennt.
Irgendetwas Japanisches.
Ein bisschen wie eine Strickliesl, nur schmaler und schneller und sogar schöner.

EDIT:
Es ist Kumihimo (vielen Dank an meine Kommentatorinnen).
Es gibt vielfältige Arten, diese Bänder zu knüpfen.
Hier seht ihr, wie mein Sohn es macht.




Seine Farbwahl finde ich wirklich gelungen.
Natürlich habe ich mir sofort auch eines bestellt.

Da es ihm so Spaß macht, habe ich es innerhalb einer dreiviertel Stunde bekommen.




Da wollte mein Töchterchen natürlich nicht zurückstehen und mir auch ein Freundschaftsband schenken.
Es sollte nur schneller gehen.
Ich habe mich dann an die Kordeln erinnert, die ich als Kind meterweise hergestellt habe. 
Die Technik ist schnell, einfach und das Erfolgserlebnis innerhalb von Minuten vorhanden.
Habt ihr das früher auch gemacht?
Wisst ihr noch, wie das geht?




Das hat ihr genauso gefallen wie mir damals.
Sie ist derzeit eine richtige kleine Kordelfabrik.
Die Bestellungen der Klassenkameraden ließen nicht auf sich warten
und so hat sie gerade viel zu tun.
Da ist es praktisch, dass es so kurz vor den Ferien kaum noch Hausaufgaben gibt.




 Ja und wenn Mama, Papa und die Geschwister Armbänder tragen, 
dann muss natürlich auch der Kleinste Mensch im Haus Armbänder haben.
Für jede Hand eins.




Ich trage aktuell vier Freundschaftsbänder meiner Kinder.
Kordeln und Ku-Dings.
"Damit wir in Verbindung sind,"
hat meine Tochter gesagt.



Samstag, 20. Juli 2013

Loopidoo und Anleitung dazu

Ich bereite über den Sommer immer gern die ersten Herbstaccessoires vor.
Ausserdem gibt es auch in den heißen Monaten immer mal wieder kühlere Tage, 
an denen man dann schon mal was aus dem Handarbeitsärmel schütteln kann.
Für meine Tochter habe ich darum in den letzten Tagen einen Loop gehäkelt.




Für eine Reihe hier und da ist zwischendurch ja immer Zeit.

Beim Abholen von der Klavierstunde,
wenn das Kleinste Kind im Sandkasten spielt,
wenn es müde von der vielen Arbeit (Bagger, Laster, Schaufel, Eimer) einfach so im Laufstall einschläft,
Abends, bei einer Folge Miss Marple und und und.




 Farblich hatte ich keine bestimmte Vorstellung,
da habe ich einfach "gemacht".

 Diese Granny Streifen sind ganz hervorragend dazu geeignet,
die vielen winzigkleinen Garnbällchen in meinem Häkelkorb einer sinnvollen Bestimmung zuzuführen.




Ich finde, er ist ganz chic geworden.
Das Wichtigste: meiner Tochter gefällt er.
So fügt sich alles ganz wunderbar.


Und so gehts:

Ich habe 148 Luftmaschen angeschlagen (Nadelstärke 4,5)
und in Stäbchen insgesamt 15 Reihen gehäkelt.


Das Farbmuster:

2 Reihen senfgelb
1 Reihe türkis
3 Reihen dunkelblau
1 Reihe lindgrün
2 Reihen flieder
1 Reihe weiß
2 Reihen rosa
1 Reihe senfgelb
1 Reihe dunkles lindgrün

Zum Schluss die Fäden vernähen und beide Enden zusammen nähen.
Fertig.


Macht was draus!


Für Erwachsene würde ich allerdings mehr Maschen nehmen.
Am besten du testet vor dem "richtigen" Häkeln mit der Luftmaschenkette die Länge
und schlägst einfach so viele mehr an, wie dir bequem erscheinen.

Liebste Grüße für ein schönes sonniges Wochenende!
Eure epipa




Bild mit Blumenstrauß: Flohmarkt
Vase: Töpfermarkt
Hortensie: aus dem Garten
Tasse mit Cover zum Nachmachen: hier
Kissen rosé kariert: hier
Wolle: Baumwollgarn, pflanzengefärbt und Reste


Freitag, 19. Juli 2013

Nochmal Geburtstag

Ich hatte wieder Geburtstag.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Ich bekam zwei wunder-wunderschöne Geschirrtücher,
zwei gehäkelte Spüllappen und eine Spülbürste geschenkt.
Einfach so.

Aber seht selbst:





Das erste ist ein sehr schönes altes Wischtuch.
Es ist aufwändig handbestickt und hatte einen sehr lieben Brief dabei. 
Es kam am Samstag.
Mein Mann und ich waren gerade im Garten damit beschäftigt,
Pfähle für unseren neuen und mit dem Kleinsten Kind dringend benötigten Gartenzaun in den Boden zu schlagen.
Nun, vielmehr mein Mann.
Ich habe eher hier und da was gehalten oder allzu stachelige Triebe der Wildrose von ihm fernhalten.





Zu meinem allergrößten Bedauern kam das Päckchen anonym, ich hätte mich sehr gern persönlicher bedankt.

Liebe A., ich habe mich sehr gefreut.
Vielleicht magst du dich noch einmal bei mir melden?
Ich beiße nicht
...oder nur garnz selten. ;o)

Ich würde mich freuen.





Das zweite Päckchen erreichte mich gestern.
Ich war gar nicht darauf vorbereitet, sondern erwartete eine ebay-Lieferung
(ich habe wunderschöne alte Bettwäsche ersteigert).
Weil gerade viel los war, habe ich es gar nicht gleich auf gemacht, keinen Absender gelesen und
es erst einmal beiseite gestellt.

Etwas später habe ich es dann ausgepackt und bei der hübschen Geschenkverpackung gestutzt.
Das ist so gar nicht ebay-üblich.
Ich bekam am selben Tag noch ein Päckchen mit weiterer alter Bettwäsche 
(ich hab viel vor in der nächsten Zeit)
und die war in Plastiktüten aus dem Supermarkt eingepackt.

Erst als ich die hübsche Verpackung sah, habe ich mir den Absender angesehen.
Liebe Andrella, du hast mir so eine Freude gemacht!
Herzlichen Dank!




Ich freu mich so über meine beiden Tücher,
dass ich sofort die halbe Küche um- und aufgeräumt habe, damit die beiden einen schönen Rahmen haben.

Vielen lieben Dank ihr beiden.

Ich finde es so schön, was in den letzten zwei, drei Jahren, seit ich diesen Blog führe,
für gute Dinge passiert sind.
Wieviel liebe Menschen mir schreiben, mich beschenken und hier kommentieren.
Auch den vielen stillen Lesern möchte ich danken.
Das sage ich euch viel zu selten:

Ich finde es toll für euch zu bloggen!

Liebste Grüße und ein herrliches Wochenende
eure epipa


PS. gespült wird gemeinsam





Donnerstag, 11. Juli 2013

Kija Nervkeks oder Leben auf der Überholspur

Es gibt doch diesen berühmten Ausspruch
 der gern mit extravaganten Regisseuren in Verbindung gebracht wird,
die, die Arme verzweifelt in die Höhe reißend, ausrufen:

"Ich kann so nicht arbeiten!"

Nun, an den werde ich in den letzten Tagen mehrfach erinnert.




Alles ist Feind.

Meine Garnknäuel, die Fäden am Werkstück, meine häkelnden Hände, mein Rocksaum,
ein vorbeilaufendes Kind,
die Teppichfransen, 
der Hund (inzwischen bester Freund und Mitspieler),
das Telefonkabel (ich steig dann doch für die nächsten Monate wohl besser auf Funktelefon um),
die harmlos vorbeisummende Fliege...
überall pest unser Miniguerilla mit wehenden Fahnen vorbei.
Ich kann ohne Übertreibung behaupten, dass ich "Fahrtwind" spüre.

Ich arbeite zur Zeit an einem größeren Projekt und wenn das unter diesen Bedingungen froh zum Abschluss gebracht werden sollte,
dann habe ich neben Projekt- und DIY-Bildern jede Menge Outtakes.

Da fetzt zum Beispiel ein kleiner schwarz-rot-weißer Blitz in wilder Verfolgungsjagd
durch das liebevoll drapierte Szenario,
während mich gleichzeitig ein wesentlich größerer (und 25 kg schwerer)
Mitspieler fast hinterrücks von den Füßen reißt.
Ockham schafft die Kurven nicht ganz so elegant, wie eine Katze.
Die haben wesentlich mehr Grip.

Unsere äußerst elitäre "Alt"katze entzieht sich dem Ganzen mit einem Ausdruck höchster Missbilligung, 
wie ihn nur Katzen hinbekommen, und geruht in den oberen Räumen ihr Nickerchen zu machen.

Die Verfolgungsjagden habe ich nicht für euch, 
ausser ihr legt Wert auf Bilder mit scharfem Hintergrund
und dreifarbigen unscharf vorbeihuschenden Protagonisten im Vordergrund.

Ich habe Spiel- und Schlafplatzbilder und die Ruhe vor und nach dem Sturm für euch.
Und nein, auf den Tisch dürfen wir eigentlich nicht.

 Ha ha
















Ockham ist überglücklich.
Endlich eine Katze, die seine Liebe zu schätzen weiß.
Um uns herum wohnen nur Langweiler.

Liebe Grüße aus einem geliebten rasanten Haushalt.
Ich halte mich tapfer und versuche, eine Ecke auf dem Sofa zu ergattern, 
die der entmilitarisierten Zone angehört.



Freitag, 5. Juli 2013

Was immer du tust

tu es mit Liebe.

Einige von euch werden sicher wissen, dass wir seit, hm, zwei Jahren oder etwas mehr?
keinen Geschirrspüler mehr haben.
 


Uns hat die ewige Ausräumerei genervt.

Mein Mann meinte eines lauen Sommerabends, wir saßen mit einem Glas Wein auf der Terrasse
und sahen den Glühwürmchen beim Glühen zu
"Also wenn der Geschirrspüler mal nicht mehr ist,
 dann kaufen wir erst mal keinen Neuen."
Erst hab ich mich ein bisschen am Wein verschluckt 
(immerhin sind wir ein fünf-Personen-Haushalt)
und ihn mit den Typisch-Mann-Klischees aufgezogen, aber dann
klar, warum nicht? 
Einen Versuch wärs wert.

Unser Gespräch sollte sich als geradezu prophetisch erweisen.
Ein paar Wochen später tat unser Methusalem seinen letzten Wasserspritzer.

Wir bauten ihn aus und ließen erst einmal ein Loch in der Küche.
Für alle Fälle.
Mit der Zeit füllte sich das Loch mit allerlei Krimskrams:
Einen kleinen Tritt für die höheren und für alle ausser meinem Mann unerreichbaren Regalfächer,
mit dem leeren Einkaufskorb,
es verirrte sich sogar mal eine Schultasche hinein.
Weiß der Himmel wie - immerzu predige ich 
"wenn man denn alles gleich auf seinen Platz räumen würde..."
Dust in the wind.



Vase, Leinentischdecke und Stickkästchen: Flohmarkt
Deckchen: Oma


Das Loch blieb und wir spülten ein Jahr oder etwas mehr mal gemeinsam, mal abwechselnd per Hand.
War und ist gar nicht schlimm und ganz ehrlich,
die besten, schönsten und vor allem ungestörtesten Gespräche führen wir in dieser Zeit.
 Denn die Großen reißen sich ums Helfen sind in der Zeit plötzlich ganz ganz still.
Aber so ganz Mucksmaus.

Irgendwann wurde aus dem Loch dann ein Schubladenregal und wir spülen immer noch.
 Eine sehr befriedigende Tätigkeit mit drei Kindern.
Das ist die Arbeit des Tages, die ich mit Sicherheit fertig bekomme.

 Natürlich haben wir einen größeren Bedarf an Geschirrtüchern
und wann immer ich schöne und vor allem funktionstüchtige Tücher sehe, 
nehme ich einen Schwung davon mit.

Gestern, als ich in schönster Löwenmama-Manier 
(die Kleinen spielen und sie liegt nur rum und guckt zu)
neben dem Kleinsten Kind am Sandkasten saß und sonst nichts tun konnte, 
holte ich mir zwei Geschirrtücher und mein Stickzeug.




Wenn ich nichts machen kann, werd ich immer so phlegmatisch.
Sticken ist was schönes kleines zwischendurch, 
dass man auch bei Bedarf schnell zur Seite werfen legen kann,
wenn das Kleinste Kind wieder kamikazelike auf dem Weg zur Straße ist.

Der Sandkuchen und ich wurden gleichzeitig fertig und et voila: 
hier sind meine kleinen feinen Helfer.




Liebe Grüße 
und ein wunderschönes Wochenende für euch!
Habt es gut

eure epipa


PS. Danke für die herzerwärmenden Kommentare zum letzten Post.

Liebste Grüße!






Geschirrtücher: vom Schweden
Topflappen: Oma
Holzofen zum Kochen: mit das Beste im ganzen Haus



Donnerstag, 4. Juli 2013

Glückskätzchen Kija

Ich bin euch noch eine Geschichte schuldig.

Wir haben schon eine Katze, die wir lieb haben und brauchen wirklich keine zweite.
Das predigen wir unserer Tochter schon seit Langem.

Ganz genauso lange bittet und bettelt sie um ein eigenes Kätzchen.
Sie wünschte sich so sehr ein Glückskätzchen.
Sie würde sich auch ganz allein darum kümmern.
Später, sagten wir, wenn du älter bist, sagten wir, 
wenn unsere jetzige Katze nicht mehr ist, sagten wir.

Ausserdem schenkt man Kindern keine Tiere.
Das hört man überall und die Tierheime können wahrscheinlich ein Lied davon singen.
Wir halten uns für verantwortungsbewusst und überlegt im Umgang mit unseren Tieren.
Und wir sind mit unserer schwarz-weißen Schnutzl sehr zufrieden.
Also kein Kätzchen.
Punkt.

Wie es aber oft im Leben so kommen soll, 
gab es auf dem Hof den wir im Frühjahr besuchten, einen Wurf Kätzchen. 
Sogar ein Glückskätzchen war darunter 
und unsere Tochter war nicht mehr aus der Scheune zu bekommen.
Natürlich sind wir auch mal gucken und streicheln gegangen.
Und ich glaub, da isses dann passiert.
Diese waren noch zu klein, etwa zwei Wochen alt, 
aber irgendwie hatten sich die kleinen Knäuelchen in mein Herz gemaunzt.

Als wir uns spätabends auf den Weg nach Hause machten, 
die Kinder schliefen auf den Rücksitzen,
haben mein Mann und ich überlegt, ob es in unserem Zuhause nicht doch noch Platz 
 für ein Kätzchen gäbe.
In ein paar Wochen hätte unsere Tochter Geburtstag und vielleicht, 
wenn ich bis dahin ein Glückskätzchen finde...?
Als Überraschung.
Und nur wenn es ein Glückskätzchen ist...?
Sonst natürlich nicht.
Mein Mann seufzte laut und das war Antwort genug.
Ich liebe ihn.

Also begab ich mich auf die Suche nach einem dreifarbigen Kätzchen.
Das könnte ja wohl nicht so schwer werden.
Quasi Heimspiel.
Wir wohnen auf dem Land, die Bauern rundherum haben ständig Kätzchen zu verschenken.
Anruf genügt.
Da wird ja wohl eine dabei sein.
Nichts.

Niemand hatte dreifarbige Kätzchen.
Schwarze, schwarz-weiße, Tiger, sogar eine rote,
aber keine Glückskatze.
Letztes Jahr, da gab es welche aber dieses Jahr - leider nein.
Also habe ich die Zeitung studiert, die Tierheime angerufen, 
das Internet durchforstet, sogar auf ebay Kleinanzeigen war ich,
habe sämtliche Freunde, Nachbarn und Bekannte auf ein Glückskätzchen angesetzt.
"Falls du was hörst..."
Nichts.

Langsam liefen mir die Wochen davon und der Geburtstag rückte näher.

Dann, eine Woche vor Tag X, rief mich eine Freundin an,
ob ich schon ein Kätzchen hätte, sie wüsste da eines.

Hallelujah!

Noch am selben Tag habe ich die Kinder bei Klavier abgeladen und die Dame mit den Kätzchen besucht.
Sie wohnt keine 5 Autominuten von uns entfernt.

Sie war wunderschön.
Genauso, wie sich unsere Tochter ihr Glückskätzchen gewünscht hatte.
Wir durften es herzlich gern haben, doch leider gab es da noch einen Haken.
Die Enkelin der Dame sollte auch ein Kätzchen bekommen und sie schwankte noch zwischen dem kleinen roten Kater und dem dreifarbigen Kätzchen.

Ich musste mich gedulden.
Die nächsten Tage hibbelte ich durch Haus und Garten und hoffte und betete.
Drei Tage vor dem Geburtstag kam dann der erlösende Anruf.

Der Geburtstag selbst war ein Schultag.
Wir hatten vereinbart, dass ich das Kätzchen am Vormittag hole, 
damit es sich ein wenig umsehen und 
die übrigen Hausbewohner und Mitverschwörer kennen lernen kann.

Als meine Tochter dann Mittags von der Schule kam, 
lag ihr Glückskätzchen in meinem Arbeitszimmer in seinem Katzenkörbchen.
Alle warteten bereits, während unser Mädchen seine Geschenke auspackte.
 Dann verschwand ich kurz, setzte das Kätzchen in einen großen Karton und trug diesen in die Küche.
"Schau mal, da haben wir noch was für dich", sagte ich.

Dieser Moment wird mir als einer der Schönsten in Erinnerung bleiben.
Sie hob den Deckel an und konnte es im ersten Moment nicht fassen.
Man sah richtig, wie es in ihrem Kopf arbeitete.
Dann schluckte sie und sah uns an.
"Für mich?"
Vorsichtig hob sie ihre kleine Katze heraus, streichelte sie und drückte sie an sich.
Mit Tränen der Freude in den Augen.
Ich habe natürlich vor Rührung geheult.


















Zwei, die zusammen gehören.

Unsere Tochter hat sie Kija getauft.
Nach der Katze der Zeitdetektive.

 Sie kümmert sich seit fast zwei Wochen unermüdlich 
und rührend um ihre Kija, 
füttert und pflegt sie ganz allein, spielt mit ihr und macht sogar klaglos das Katzenklo sauber.


Vormittags, wenn unsere Kinder in der Schule sind, 
fegt das Kätzchen wie ein kleiner Wirbelwind durchs Haus.
Nachmittags hat sie nur Augen für unsere Tochter.


Das war mit das Beste, das wir als Eltern je gemacht haben.


Liebe Grüße
eure epipa


Mittwoch, 3. Juli 2013

"dark" und Apfelkuchen

Am Sonntag hat jede unserer Damen ein Ei gelegt.
(Dafür war danach ein Tag Ruhetag, da gabs dann nur eins.)
Das Kleinste Kind liebt die Hühner 
und alles was damit zu tun hat.
 
Ich hätte nie gedacht, dass er Federn Fell vorzieht.
Morgens läuft er als erstes zur Tür und will "Ena" (Hehner).
Mittags, Nachmittags auf dem Weg zum Bett und wieder hinunter
 kommen wir am Hühnerfenster vorbei
"Ena Ena!".

Am Größten jedoch ist die Freude, wenn wir Eier finden.
Mit dem größten Entzücken ruft der kleine Knödel dann "Ei Ei!",
das wir auch gleich holen müssen.

Natürlich ist er "dark" (stark) und trägt die Eier eigenhändig in die Küche.
Das ist ja kein Gewicht für kleinegroße Jungs.




Gestern haben wir beide dann gebacken.

(Ur)Omas Apfelkuchen.




Ich liebe diese einfachen Blechkuchen.
Die gabs bei Oma immer immer immer.




Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen 
und in fingerdicke Spalten schneiden.

Zucker, Eier und Butter miteinander verquirlen,
Backpulver und Mehl dazu und zu einem glatten Teig verrrühren.

Diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gießen, 
gleichmäßig verteilen
und die Apfelspalten auflegen.

Bei 175°C Heißluft 50 min. goldbraun backen.







Mit den Resten mache ich unseren Tieren eine Freude.


(by E. S.)


So.
Eiiiiigentlich sollte der Post hier enden.

 ...


Aber ich halts nicht aus.

Seit einer Woche tippeln vier kleine Pfoten durchs Haus.

Anfangs noch zaghaft und zögerlich.
Mittlerweile mit Speed und Getöse.
Ordentlich frech ist sie.




Wie wir unser Bullerbü um ein Fellknäuel erweitert haben,
 hat seine eigene Geschichte.

Bis bald also

Liebste Grüße
eure epipa



Montag, 1. Juli 2013

Rosenblütensirup

Heute greife ich der Reihenfolge vor.

Eigentlich wäre rein chronologisch ein anderer Post an der Reihe, 
aber den zeige ich euch beim nächsten Mal.

Die Rosen in unserem Garten stehen in voller Blüte,
Duftrosen, Zierrosen und die Wildrosen.
Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, 
dass sie erst seit zwei Jahren an ihrem Platz stehen.

Heute habe ich den Duft aus den Blättern der Wildrosen eingefangen,
und Rosenblütensirup eingekocht.

Die ersten Gläser Rosenlimonade haben wir bei herrlichstem Sonnenschein bereits verkostet.
Sie schmeckt so, wie die Rosen duften.
Einfach nur herrlich.









Rezept

Rosenblütensirup


50g Rosenblüten 
(unbehandelte Duft- oder Wildrose)
1/2 l Wasser
Saft einer Zitrone
1/2 kg Rohrohrzucker


Die Blüten mit dem Wasser und dem Zitronensaft kurz aufkochen lassen,
dann zugedeckt 30 min. ziehen lassen.
Nach Ablauf der Zeit ist sowohl Farbe als auch Duft ins Wasser übergegangen.

Die Blätter abseihen und den Zucker in das Rosenwasser einrühren.
Aufkochen lassen und köchelnd weitere 30 min. unter gelegentlichem Rühren zum zähflüssigen Sirup einkochen.

Noch heiß in ausgekochte Flaschen füllen.
Kühl und dunkel lagern.





Verwendungsmöglichkeiten

Rosenlimonade 
gekühltes Mineralwasser mit 2 - 3 TL Rosensirup pro Glas mischen.

Rosensekt
anstelle des Mineralwassers nimmst du Sekt oder Prosecco

Das mach ich aber niiie.
Wir haben uns vor zwei Jahren eine Wildrosenhecke in den Garten gepflanzt,
damit ich  sämtliche Blüten mit Sekt verpritscheln   lauter schöne Potpourris herstellen kann.

Rosenlikör
mische den Sirup 1:1 mit 40%igem Alkohol (z. B. geschmacksneutraler Korn)
Den Likör mindestens vier Wochen ruhen lassen.





Liebste duftige Grüße

eure epipa





Wildrose: Juckpulverrose
Tischdecke und Waage: Flohmarkt
Flaschen und Körbchen: örtlicher Weinhandel
Washi-tapes und Bändchen: Reste
Foto: das Hochzeitsbild meiner Großeltern
Vogel: Poesiebild
Label: Markenetikett eines Cardigans,
den Markennamen habe ich weggeschnitten (bot sich so an)
Weidenherz: ein Geschenk