Dienstag, 26. Juni 2012

Happy Birthday!

Es gab etwas zu feiern.

Den ganzen Tag habe ich zusammen mit dem Kleinsten Kind gebacken
und diesen besonderen Tag vorbereitet.

Das Kleinste Kind ließ es sich auch nicht nehmen, 
bei der Torte bis Mitternacht mitzuwirken.
Doch es war nicht das einzige Kind,
dass auf Zehenspitzen durchs nächtliche Haus schlich,
um vielleicht doch einen winzigen Blick durchs Schlüsselloch zu erhaschen.
Die Geburtstagstafel bleibt bei uns nämlich bis zum großen Tag ein Geheimnis. :o)




Das ist meine erste Torte dieser Art.

Für den Fall, dass sie misslingen könnte,
hatte ich aber dennoch ein paar Kleinigkeiten vorbereitet.




Die Erdbeeren wurden vom großen Bruder für den Geburtstag seiner Schwester
eigens aus dem Garten gepflückt.



Das Töchterlein hat sich statt vieler kleiner, 
dieses Mal ein "großes" Geschenk ausgesucht.

Seither ist nichts und niemand mehr sicher.
Es gibt kaum eine Ecke,
aus der sie nicht hervorspringt.



Ihre Bilder sind faszinierend.

Sie zeigen einen Blick in die Welt aus Kindersicht, 
den man selbst vergessen hat.
Das eine kleine Reise zurück in die Kindheit und ungeheuer spannend.


Freitag, 22. Juni 2012

corners of our home - my creative workspace

Mein Arbeitsplatz.

Zuerst nur in Form eines großen Schuhkartons,
dann ein Eckchen im Wohnzimmer.
Als das Sofa nicht mehr auffindbar war, Regale 
und schlussendlich vor ein paar Jahren, als das Hobby zum Beruf wurde,
ein eigenes Zimmer.

Seit Jahren sammle und horte ich Leinen, Stoffe, Wolle, Filzwolle, Knöpfe, Möbel...
Ich richte mich ein und verändere ständig irgendetwas.


Diesesmal habe ich Sortimentkästen (die dekorativen Gläser wurden einfach zu viel) 
vom Baumarkt aufgehängt.
Nun ja, nicht tatsächlich ich, sondern der handwerklich befähigte Mann im Haus.
Vorher musste allerdings das rot weichen - es passte nicht. 

Aus dieser simplen Aktion wurde dann ein großes Räumen 
und schlussendlich eine Fotostrecke.
Das große Räumen war auch bitter nötig.
Seit Monaten arbeite ich von der Hand in den Mund,
soll heißen, immer wenn ein Minütchen Zeit ist, 
stürze ich in meine Werkstatt, schneide zu, nähe, trenne auf (weil ich wieder mal zu schnell sein wollte) 
und muss abbrechen, weil das Kleinste Kind mich braucht.
Aufräumen scheint da pure Zeitverschwendung oder nur schnell schnell.
Wenn sich überraschend Besuch ankündigt, 
verschwindet auch schon mal die Bügelwäsche im Arbeitszimmer.

Wie und aus welchen Gründen auch immer, 
das Zimmer sah aus, als ob eine Horde Fünfjähriger dort getobt hätte.


Der perfekte Moment um meine Sortimentkästen in einen perfekten Rahmen zu setzen.
Sprich: Aufräumen.
Mein Mann war so nett mich zu unterstützen, 
wenn ich mal wieder ratlos auf das Chaos vor mir blickte.
Ausserdem steuerte er die wirklich famose Idee bei, 
meinen PC doch direkt an Ort und Stelle zu installieren.

Jetzt ist alles fertig,
Lust auf einen Rundgang?


Simple Sortimentkästen vom Baumarkt weiß lackiert schaffen Ordnung und System.



Der Spiegel hing als 70er Jahre Eiche jahrelang im Flur meiner Schwiegermutter.
Das Bänderregal ist von meinem Mann.


Da geht mir immer das Herz auf.



Schränkchen und Tellerbord sind Teile eines alten Esszimmers.
70er Jahre Eiche weiß lackiert zaubert Charme ins Studio.
Der Arbeitstisch stand jahrelang im Keller.




Der Bauernschrank stand früher bei meiner Schwiegermutter im Flur.
Heute beherbergt er meine Stoffe.
... Auch innen.
Das kleine Kännchen bekam ich geschenkt.
Der Karton mit Schuhmodeln ist ersteigert,
und filzen werde ich auch mal wieder, wenn das Kleinste Kind etwas größer ist
und ich wieder ein paar Stunden sicher habe.
Nichts ist grausliger als ein triefend nasses kaltgewordenes Filzstück.



- Granny Inspiration - 
regelmäßig versorgt mich das Mittlere Kind mit wunderbaren Farbkominationen.





Die Leinenballen habe ich vor ein paar Jahren geschenkt bekommen.
Sie sind wirklich alt - darum bringe ich auch nicht übers Herz sie zu zerschneiden.
Das Bild und das Schälchen habe ich auf dem Flohmarkt entdeckt.



Da habe ich tatsächlich einmal eine Geranie über den Winter gebracht.
Sie hat ein Ehrenplätzchen auf diesem alten Materialschrank,
den ich geschenkt bekommen und weiß lackiert in die Werkstatt gestellt habe.
Das Kännchen ist ebenfalls ein Geschenk.
Ich liebe und sammle Melitta.
Wenn also jemand etwas los werden möchte - 
ich gebe dem Stück gern ein liebevolles Zuhause.




Hier arbeite ich.
 Ich liebe diesen Raum.

Liebe Grüße und bis bald!
Ich wünsche euch ein wundervolles kreatives Wochenende.




Montag, 18. Juni 2012

Ich war einmal...

... zwei Shirts.

Ich werfe ja gar nichts mehr weg.
Gebrauchte Kleider schon gar nicht 
und das spricht sich herum.
Bevor irgendetwas in der Kleidersammlung landet, 
wird es mir vorher zur Begutachtung überlassen.

Heute habe ich aus Omas aussortierten Jersey Shirts 
ein luftiges Sommerhäubchen
 in frischen Farben für das Kleinste Kind genäht.


Material:
gebrauchte Jersey Shirts






Den Schnitt findest du hier.
 Dort wird das Häubchen per Hand genäht, 
was es auch für diejenigen interessant machen könnte, 
die keine Nähmaschine haben.

Ich habe die Stoffteile zuerst mit ca. 1 cm Nahtzugabe zugeschnitten 
und das Häubchen auf dieses Maß genäht.
Das war etwas zu groß, 
darum habe ich das Häubchen um die Größe der Nähte verkleinert.
Also habe ich letztendlich den Schnitt so vernäht,
wie er auf dem Papier daher kommt.

Vielleicht ist noch hilfreich zu wissen,
dass der Druck ohne "auf Größe anpassen" gedruckt wurde,
was auch noch einmal die Größe des Schnittmusters beeinflusst.
 Bei den kontrastfarbenen Schrägbändern 
habe ich vorher beim Kleinsten Kind Maß genommen.
Jetzt passt es einem 7 - 8 mon. alten Baby.

Für kleinere oder größere Häubchen muss man mit den Nahtzugaben ein bisschen herumprobieren.
Dann kann man den Schnitt länger nutzen.
Alles in allem sehr einfach, sehr schön und (wichtig für Mütter mit zahnenden Babys)
auch relativ schnell in den Schlafpausen zu nähen.

Darum empfehlenswert.

Bis bald!




Freitag, 15. Juni 2012

DIY Zauberglas

Es gibt Momente im Leben einer Mutter, 
in denen sie einfach kurz ein bisschen Zeit und zwei freie Hände braucht.

Wenn sie das Baby beschäftigt wissen will, 
weil sie das Telefon beantworten, kochen, abspülen oder sonst etwas tun muss,
bei dem es mit einem kleinsten Kind auf dem Arm an Effizienz mangelt.

Für solche Momente habe ich das Zauberglas reserviert.




Wohl dosiert gegeben, 
lassen sich damit immer wieder mal ein paar Minuten herausschlagen.
Dann brennt auch kein Pfannkuchen an.




Achte darauf, dass der Deckel wirklich fest sitzt, 
früher oder später bekommt ihn jedes Baby oder Kleinkind auf.
Wenn du ihn nicht verkleben willst, solltest du auf jeden Fall dabei bleiben
und ihr beide macht ein Spiel daraus.





Materialien:
Schraubglas
kleine Perlen, bunte Knöpfe, Bügelperlen,
eben alles, was bunt und klein und sonst verboten ist
Heißkleber oder eine gute Aufsicht

Kleiner Tipp:
Nicht zu inflationär verwenden, damit es spannend bleibt.
Noch mehr Spannung bringst du mit verschiedenen Zaubergläsern ins Spiel.

Viel Spaß damit!



Mittwoch, 13. Juni 2012

Gartentage

Unsere Kinder verbringen ihre Zeit gerne draußen.
Wie wir alle.
Aktuell jedoch noch lieber als zuvor.

Wir haben Zuwachs bekommen.
Doch dazu war vorab erst einmal einiges an Vorbereitung nötig.


















Ihr könnt euch schon denken, 
für wen wir diesen Stall gebaut haben?

Für zwei zuckersüße kleine Lausejungen.

Wichtig war uns ein wirklich ausreichend großer Stall, mit Freilaufmöglichkeit.
Die Käfige, die im Zoofachgeschäft angeboten werden, 
fanden wir von ihren Platzverhältnissen zumeist unzureichend.
Für Bewegung bleibt viel zu wenig Raum.
Ausserdem machen wir unsere Dinge ohnehin viel lieber selbst.




Ganz entspannte Siesta schon am ersten Tag.



Ich dachte, die erste Zeit würde mit gegenseitigem Kennenlernen und langsamen Zutrauen beginnen.
Doch diese beiden Lausbuben haben schon am ersten Tag den Stall 
mit Pauken und Trompeten  für sich eingenommen und den Löwenzahn, 
den die Großen Kinder zur Begrüßung gepflückt haben, direkt aus der Hand geknabbert.
Im Freilauf hüpfen sie ganz freimütig auf den Schoß und lassen sich streicheln,
als wenn sie immer schon bei uns gewesen wären..
Da ist ein Kindertraum in Erfüllung gegangen.

J und W sind Deutsche Widder und mit 9 Wochen schon so groß wie ein ausgewachsenes Zwergkaninchen.
Deutsche Widder gehören zu den größten Rassekaninchen, 
die ursprünglich wegen ihres Fleisches gezüchtet wurden und noch werden.
Unsere beiden kommen aber nicht in den Kochtopf, 
sondern in den Garten.








Das wir bei so großen Kaninchen landen würden, war gar nicht geplant.
Eigentlich waren gar keine Kaninchen geplant.
Jedenfalls nicht aus Sicht der Eltern.
Die beiden Großen haben schon eine ganze Weile darauf hin gearbeitet.
Was soll ich sagen?
Steter Tropfen höhlt den Stein
(das ist bei mir aber überhaupt kein Kunststück - 
ich hätte am liebsten einen kleinen Bauernhof).

Durch Zufall erfuhren wir von einem Züchter in unserer Nähe,
 der junge Kaninchen abzugeben hätte
und waren von der Umgebung, der Haltung und Pflege,
sowie dem Gemüt der Kaninchen äusserst positiv überrascht.
Bislang kannte ich nur scheue oder beißende Kaninchen.
Es war uns sehr wichtig, auch für das weitere Zusammenleben,
 Tiere von verantwortungsbewussten Menschen zu übernehmen.
Unsere beiden Jungs sind überhaupt nicht scheu, sondern sehr lieb und zutraulich,
manchmal geradezu stürmisch.
 Ich bin ja gespannt, wie sich 5 kg (oder schwerer) auf dem Schoß machen.

Da wir auf dem Kaninchensektor neu sind,
habe ich mich vorher ausführlich mit Theorie und Literatur beschäftigt.
Da gibt es sehr viele Angebote.
Als sehr gutes Buch habe ich allerdings das Buch "Kaninchen" von Dr. Anne Warlich empfunden, 
das ich gern allen empfehlen möchte, 
die Kaninchen haben oder sich mit dem Gedanken tragen.
Da steht einfach alles drin.



Zwischenzeitlich habe ich auch ein bisschen an meinem Owlet weitergestrickt.
Der erste Ärmel ist fast fertig.
Ich arbeite mich Runde für Runde vorwärts.
 :o)


Soweit heute von epipa
- liebe Grüße!